Seattle/The End

Ein leztes Mal „Hallo“ aus Kanada!

Nachdem die Ernte vorbei und auch der letzte Rotweintank abgepresst war kam mein Bruder zu Besuch! Gemeinsam verbrachten wir die letzten zehn Tage hier. Im Keller wurden noch einige Barriques gefüllt, Abstiche gemacht und natürlich geputzt. Dabei war Basti ein willkommener Helfer, Danke😉

Natürlich stand auch noch was anderes wie Arbeit auf dem Programm. Wir verbrachten drei Nächte in der nächsten US-Großstadt Seattle. Schon das Hostel war ein Erlebnis. Hier der Blick aus unserem Zimmer:

Hostel in Chinatown

Nach der langen Fahrt samstags gingen wir noch was Essen und liefen durch die Stadt. Es war alles etwas unheimlich und einige schräge Gestalten waren auch unterwegs. Am Sonntag stand ein Großereignis auf dem Plan: American Football Seattle Seahawks vs. Minnesota Vikings! Selbstverständlich outeten wir uns als Seahawks Fans und versuchten die Regeln im Vorfeld über Wikipedia zu verstehen…

Century Link Field

…das mit den Regeln ergab sich dann in Gesprächen mit anderen Fans und nach dem ersten Quarter war dann einigermaßen klar um was es geht. Das Century Link Field gilt als die lauteste Arena der NFL, was sich eindrucksvoll bestätigte. Sobald die Vikings versuchten ihre Taktikansagen zu machen stieg der Lärmpegel unglaublich an! Das spiel endete 30:20 für die Seahawks und der Tag war perfekt. Auffalend war das es keinen Gästeblock wie in der Fußballbundesliga ab, sondern die gegnerischen Fans überall verteilt saßen. Die Stimmung war sehr friedlich. Außerdem fand in der ganzen Arena nicht einen Fan ohne Trikot, T-Shirt oder Kappe in den Vereinsfarben!

Selbstverständlich wurde vor dem Spiel die Nationalhymne zelebriert mit einer riesigen Flagge, gehalten von Navis. Und während den Pausen wurden alle Navis aufgefordert: Stand up an be honored! Also sind alle Mitglieder der US-Streitkräfte aufgestanden und der Rest in der Arena hat gejubelt und gegrölt als gäbe es kein Morgen mehr! Diese tollen Typen die die Werte dieses tollen Landes in der Welt verteidigen… Neben dem gab es noch eine riesen Musikparade mit sehr vielen Musikern.

Weitere Attraktionen in Seattle sind der Pike Place Market und natürlich die Space Needle. Das Restaurant im Turm oben wurde übrigens nach Stuttgarter Vorbild gebaut. Auf dem Markt am Hafen befindet sich die erste Starbucksfiliale der Welt. Hier wurde die Kette gegründet.

Morgen fliegen wir gemeinsam nach Vancouver. Von dort aus geht es für mich in die Heimat, Basti fliegt nach Neuseeland um dort das nächste halbe Jahr den Sommer zu genießen. Die Zeit hier war saumäßig schnell vorbei und hat riesig Spaß gemacht! Jetzt freue ich mich auf das was kommt und kann es kaum erwarten euch wieder zu sehen! Danke an alle Leser von meinem Blog!

Zum Abschluss noch eine Momentaufnahme vom Weingut. Danke Basti für dieses Foto!

 

Harvest ends!

Nach gut 3 Wochen ist schon alles vorbei! Insgesamt über 1500 Bins mit ausschließlich gesunden Trauben der Sorten Pinot Blanc, Pinot Gris, Chardonnay, Sauvignon Blanc, Pinot Noir und Gamay Noir wurden von Felix und mir geleert, verarbeitet, gepuzt, zusammengeklappt und gestapelt! Tschagga! Die Weißweinmoste sind alle in der Gärung und blubbern gemächlich vor sich hin. Die ersten Sektgrundweine haben die Gärung schon beendet und wurden schon das erste Mal von der Hefe abgezogen. Außerdem befinden sich ungefähr 200 Barriquefässer mit Weißwein in der Gärung. Auch hier werden die ersten in den nächsten Tagen geleert und gereinigt. Die Rotweine sind noch auf der Maische und kommen einer nach dem anderen in die Gärung. Das Überschwallen der Rotweinmaischen, sowie Untertauchen der Beerenhäute ist momentan unsere Hauptbeschäftigung. Die Arbeitstage sind jetzt wieder kürzer und wir erwarten den ersten Roten Anfang nächster Woche pressen zu können.

Qualitätskontrolle an der Presse

Pumpover – Überschwallen der Rotweinmaische

Das Wetter hat mit dem 2. Oktober deutlich umgeschlagen und in Sternenklaren Nächten die ersten leichten Fröste mit sich gebracht. Im Wengert sieht man in den Kaltluftsenken jetzt deutlich braune Blätter. Seit gestern ist es bewölkt und es regnet ab und zu. Da ist es ein gutes Gefühl wenn man schon alles im Keller hat. Außerdem wurde es dadurch auch wieder etwas wärmer, was noch auf eine schöne Herbstfärbung der Blätter hoffen lässt, bevor der Frost alles killt.

Braune Blätter in einer Frostsenke – Deshalb der nicht ausgelegte Bereich in der Mitte

Zum Herbst gehört für einen waschechten Schwob natürlich auch ein Zwiebelkuchen! Salzkuchen beherrsche ich mittlerweile schon aus dem Effeff, für den Zwiebelkuchen hab ich mir erstmal bei meiner Dote Brigitte (Außenstelle von Luise Haarer in Großheppach) wichtige Ratschläge eingeholt. Vielen Dank dafür! Also gings ran an den Speck! Das Ergebnis war sehr gut, der Geruch erinnerte mich irgendwie an daheim! Und ja, ich war stolz! Hier ein Bild vom Erstlingswerk:

Hundekuchen

Natürlich wurde der Kuchen nicht angeschnitten, er sollte am nächsten Morgen am Stück in den Ofen im Gschäft und dann für eine schöne Pause sorgen. Das heißt die Vorfreude war schon ziemlich groß, also bei mir zumindest. Als ich dann mal kurz nachschauen wollte ob noch alles da ist, macht man ja so, hat mich der Schlag getroffen! Zwiebelkuchen: weg! Sauber vom Blech gezogen, kein einziger Krümel war übrig! Und der Übeltäter war der ungezogene Drecksköter vom Seniorchef! Der hat alles verpuzt, ich wünschte ihm alles erdenklich Schlechte, wobei ein Kilogramm Zwiebel in seinen Gedärmen hoffentlich für einen gewissen Lernerfolg gesorgt hat. Während ich diesen Text schreibe backt also mein zweiter Zwiebelkuchen im Ofen, und diesesmal werde ich mir sofort ein Stück genehmigen und ihn morgen sicher verstauen!

Die mexikanische Crew ist nun auch froh endlich mit der Ernte fertig zu sein und nächste Woche heimzufliegen. Die Boys haben ihre Familien jetzt seit März nicht mehr gesehen und über ihre Zeit hier hart gearbeitet. Gestern gab es ein kleines Abschiedsfest mit Burgern und mexikanischem Maisbier (dürfte ja allen bekannt sein;).

Zum Schluss noch liebe Grüße von unserem Master-Winemaker. Er steht uns ständig mit gutem Rat zu Seite, überwacht alles hervorragend und kann seine Meinung auch mal mit „Handgreiflichkeiten“ durchsetzen:

Harvest starts!

Ja, der Herbst hat begonnen. Ganz so dramatisch wie das Schild vermuten lässt geht es natürlich nicht zu. Zeitgleich mit meiner Halbzeit hier in Kanada wurden die ersten Trauben geerntet. Momentan ernten wir nur für die Sektgrundweine, dies macht zirka ein Drittel der Produktion bei der Blue Mountain Winery aus. Das erklärt den vergleichsweise frühen Lesebeginn, denn Sektgrundwein wird mit etwas niedrigerem Zuckergehalt und bei höheren Säurewerten geerntet. Die Lesemannschaft liest die Trauben in Schubkarren welche dann in Bins (zusammenklappbare Holzkisten) entleert werden.

Die Bins bleiben bis zum nächsten Tag auf dem Hof stehen, so können die Trauben abkühlen. Vorteile sind, dass am darauffolgenden Morgen sofort mit dem Pressen begonnen werden kann und dass der frische Most nicht aufwendig gekühlt werden muss. Bis jetzt wurden Pinot Noir (siehe Bild) und Chardonnay geerntet. Der gepresste Most wird per Sedimentation geklärt und am nächsten Tag abgezogen und in die Gärung geschickt.

Abkippen der Trauben auf die Presse

Vor dem Lesebeginn stellten wir noch einige neue Tanks im Keller auf. Diese trafen in großen Überseecontainern ein. Natürlich vertraut man hier auf deutsche Qualität😉 Jetzt gilt es die Tanks mit viel gutem Wein zu füllen!

Noch ungefähr drei Wochen wird die Ernte dauern. Mehr Bilder und Text findet ihr auf dem Blog vom Weingut:

http://www.bluemountainwinery.com/blog/Harvest-2012

Vancouver und Whistler

Letzte Woche war Urlaub angesagt! Zusammen mit Kumpel Marcus der starke zwei Wochen hier verbringt ging es zuerst nach Vancouver. Schon die Fahrt war spektakulär, der Highway gesäumt von hohen Bergen, ging entlang einem wilden Fluss. Und schon nach zwei Stunden Fahrt wurde der erste Bär gesichtet! Marcus hat ihn entdeckt, ich hab ihn leider nicht gesehen. Nach schlappen 5 Stunden Fahrt (für kanadische Verhältnisse) waren wir auch schon da und bezogen unser Zimmer im altehrwürdigen Sylvia Hotel direkt an der English Bay.

Da es am nächsten Morgen regnete stand erst mal ein Museumsbesuch(!) auf dem Programm. Es ging ins Vancouver Police Museum. Dort gibt es Ausstellungen zur Geschichte der Gesetzeshüter, historische Uniformen sowie konfiszierte Waffen aller Art. Man sieht original Tatwaffen und Beweisstücke spektakulärer, aber ungeklärter Mordfälle aus Vancouver. Das Highlight war die ehemalige und original erhaltene Obduktionshalle mit Kühlzellen wie im Film. An der Wand hingen gesammelte, sezierte und eingelegte Innereien aus den letzten Jahrzehnten.

Mittags war bei wieder schönem Wetter eine Sightseeingtour durch Chinatown, Gastown und den Rest der Downtown angesagt. Auffalend ist der asiatische Einfluss hier. Vor allem was das Essen angeht! Zufällig sind wir noch an einer Autoausstellung vorbeigekommen:

53er Chevy Pick Up

80er Nissan Skyline

46er Ford Pick Up

Abends gings in einen Irish Pub, dort haben wir uns mit vier Ulmern getroffen und ein, zwei Bier getrunken😉

Am nächsten Tag waren wir mit dem Fahrrad unterwegs. Den Stanleypark, die grüne Lunge Vancouvers, haben wir in zwei Stunden an der Küste entlang  erkundet:

Siwash Rock, Stanley Park

Frachthafen, rechts abgebauter Schwefel

In der Stadt haben wir auch noch einen Wineshop entdeckt. Hier kann der kanadische Weinliebhaber elegant die Steuer umgehen indem er seinen Wein selber macht. Natürlich unter fachlicher Beratung.

Zufällig wurde das olympische Feuer entzündet, sehr schön!

Sonnenuntergang an der English Bay vor unserem Hotel

Weiter gings auf dem See-to-Sky-Highway 99 in Richtung Whistler. Leider gab es eineinhalbstunden Stau in denen gar nichts ging. Aber die aufgeschlossenen Kanadier machen jeden Stau zum Erlebnis! Da wir später angekommen sind haben wir uns dort gleich Räder geliehen um noch das Tal auf dem Valley-Trail zu erkunden. An den drei Seen war einiges los und wir haben uns auch noch erfrischt.

Am nächsten Tag gab es eine kleine Wanderung um den Whistler Mountain (2184 Meter).

Hier der Blick ins Tal über Whistler Village.

Whistler ist seht touristisch ausgelegt und ein komplett künstlich angelegtes Dorf mit vielen Klamottenläden und europäischen Restaurants und Kneipen.

Auch hier ist man natürlich auf die olympischen Spiele 2010 stolz!

Unser Heimweg führte uns weiter nach Norden auf dem Highway 99. Wenn man einmal verpasst dem Highway zu folgen kann das eine Stunde kosten und in ein trostloses Indianerdorf führen. Aber man kann dabei auch einen Schwarzbären hautnah erleben. Total verrückt, gerade mal 5 Meter von der Straße weg hat so ein Kerl gefressen und sich brav ablichten lassen:

Und die Schilder die vor rollenden Steinen warnen sollten ernst genommen werden. So ein fußballgroßer Bollen kann schonmal zu einem Plattfuß mit Felgenschaden führen…. Naja gings die letzten 500km halt mit dem Ersatzrad weiter….

Winetouring

Letztes Wochenende ging es gen Süden Richtung Oliver und Osoyoos in die Nähe der U.S.-Amerikanischen Grenze. Heute waren wir in nördlicher Richtung bei Kelowna unterwegs. Wir besuchten einige Weingüter und probierten viele Weine. Hier ein kleiner Rückblick:

Looooooooos gehts mit der Strech-Limo…

…natürlich nicht, sondern mit nem Golf IV von Felix. Ist ja auch besser!

Unseren ersten Stopp legten wir bei Tinhorn Creek Vineyards bei Oliver ein. Es erwarteten uns einige interessante Weine, überaschender war aber die Aufmachung des Weinguts. Am Eingang des auf Touristen ausgelegten Verkaufsraumes wurden wir mit einem Glas Chardonnay empfangen und wir bekamen eine Erklärung über die Begebenheiten. Im Verkaufsraum konnte das gesamte Sortiment verkostet werden. Außerhalb befand sich ein kleiner und top gepflegter Schauweinberg mit verschiedenen Sorten und einem herrlichen Ausblick über das Tal im Hintergrund. Auch der Barriquekeller und der Kelterbereich konnten von extra für Touristen gebauten Wegen und Räumen aus besichtigt werden. In einem angeschlossenen Restaurant wurden die Kunden verköstigt nachdem sie ihren Einkauf von Wein und Souvenirs getätigt hatten.

Blick vom Tastingroom über den Schauweinberg.

Sieht doch übersichtlich aus oder?

Danach gings zu einem Weingut mit deutschen Wurzeln. Die Gehringer Brothers lernten in Weinsberg und in Geisenheim. Leider waren die beiden nicht persönlich anzutreffen, ihre Weißweine, speziell der Riesling, haben uns aber überzeugt.

Bei Cassinis Cellars hat das ganze Angebot sehr überzeugt, der Syrah verdient besondere Aufmerksamkeit!

Road 13 hat sich dafür entschieden eine mittelalterliche Burg in die Prärie zu setzten. Also manchmal sind die ja schon speziell hier… Aber der Wein war gut, und darauf kommt es ja bekanntlich an.

Achtung Zugbrücke! Angst vor Weindieben?

Ein Highlight war „Rustico Farm & Cellars“. Hier fühlt man sich wie im Wilden Westen. Das Wohnhaus ist uralt und urig, mit vielen netten Accessoires (die Wäsche!). Die kleine Kellerei steht daneben, der Tastingroom ist direkt angeschlossen. Hier kommt man sich vor wie im Saloon. Automatik-Klavier, Sattel, Halfter an der Wand und natürlich eine rustikale Theke. Nur Stilgläser sucht man vergebens, verkostet wird aus Shot-Gläsern. Jeder bekommt eine Spielkarte zugewiesen, auf diese muss das Glas korrekt zurückgestell werden, dann wird ohne Absetzen in einer Linie eingeschenkt. Hahahaha.

Ja, so ging das den ganzen Tag weiter… Hier das vorläufige und das Endergebnis des Tages:

Heute waren wir dann nördlich von Penticton unterwegs. Die ganzen Bilder würden jetzt den Rahmen sprengen. Bei fast allen besuchten Weingütern gab es eine Tasting-Fee. Man zahlt also für eine bestimmte Anzahl von Proben und bekommt den Betrag beim Weinkauf wieder angerechnet. Oft sind die ersten zwei/drei Proben auch umsonst. Das liegt natürlich am hohen Touristenaufkommen. Es werden meist nur einzelne Flaschen gekauft, deshalb die Gebühr. Sonntags ist hier selbstverständlich geöffnet und auch sonst ist der Service immer sehr zuvorkommend und höflich. Hier noch Bilder vom „Tasting Ticket“ und vom gut besuchten Verkaufsraum bei Quail’s Gate in West Kelowna.

Und so fühlt man sich nach einem Tag mit viel Wein und ständigem Wechsel zwischen 40°C draußen und klimatisiertem  Tastingroom😉

Achso wir haben ja noch was anderes probiert: Frischer Ziegenkäse und Ziegenmilcheis auf der Ziegenfarm. Das war ne tolle Abwechslung!

Tierische Neuigkeiten

Nein, es ist immer noch keine Schlange vorbeigekommen. Aber dafür das ein oder andere, vielleicht etwas unspektakulärere, Tier. Mit dem höchsten Vorkommen beginnend, muss das Reh gezeigt werden. Jeden Morgen heißt es Augen auf, sonst hängen die Viecher aufm Kühlergrill! Jegliche Menschenscheue ist verloren gegangen, die vermehren sich wohl ziemlich gut hier. Ihnen gilt auch der Zaun um unsere Wengert (natürlich auch den Bären!). Falls dies ein fachkundiger Jäger liest: sind das die gleichen wie bei uns? Kommt mir irgendwie größer vor, aber Damwild ist es doch auch nicht?

Hier noch ein Bild vom Ganzen für die Jäger unter uns:

Die Bilder hab ich übrigens morgens gemacht: Rechts ran gefahren, Scheibe runtergekurbelt, Foto rausgegruschtelt, dabei Stand des Reh nur zirka 3m von mir weg! Des hat sich net wirklich drum gekümmert und dann noch so schön in die Linse geglotzt.😉

Was es auch in größerer Anzahl gibt sind Murmeltiere. Sieht man aber seltener. Ich hab eins beim Schlafen erwischt, keine Ahnung was es da grad fressen wollte… Die richten auch Schaden an weil sie im sandigen Boden Tunnel bauen, deshalb gibt es im Wengert an bestimmten Stellen Fallen. Besser man weiß wo die Fallen stehen…

Den größten Schreck haben mir die kleinsten Tiere eingejagt. Ein Vogelnest (keine Ahnung was für Vögel) mit ganz Kleinen. Und die Vogelmama hat mit dem Wegfliegen gewartet bis meine Nasenspitze so gut wie im Nest war (habs aber noch net gesehen gehabt). Vor lauter Schreck ist auch des Bild bissle verwackelt, aber des illustriert doch schön mein Herzklopfen in der Situation😉

Mein Lieblingstier ist aber unsere kleine Kitty-Cat. Die ist uns zugelaufen, wahrscheinlich ausgesetzt worden. Namen hat er/sie noch keinen. Aber ein schönes neues Zuhause in der Werkstatt. Und die ein oder andere blutige Nase später hat es sich auch schon ganz gut mit Nikita (Hund) und Paws (Katze) arrangiert. Bei Arbeiten im Weingut ist sie immer dabei und sorgt für gute Unterhaltung, ist fast wie ein Ersatz für unsere kleine Katze daheim.

Ich hoffe diese Sammlung noch um Bären, Schlangen und Koyoten (schon gesehen, der war aber zu schnell) erweitern zu können! Mal sehen was sich so ergibt!

„…is ja wie im Urlaub…“ :)

…denkt man sich hier nicht nur einmal am Tag!

Letzte Woche war ich hauptsächlich mit Ausdünnen (fruit thinning) beschäftigt. Los gehts ab 6:00 morgens im Wengert und so ab 9:00-9:30 wird es immer wärmer, bevor es dann nachmittags fast unerträglich wird. Zum Glück ist um 14:30 schon Feierabend! Hier ein Bild wie die Sonne schon die andere Talseite bescheint, und in meiner Zeile noch angenehmes Klima herrscht:

Musikhören erlaubt. Aber nur ein Stöpsel ins Ohr!! So kann man das Klappern der Klapperschlange noch rechtzeitig wahrnehmen. Kein Witz! Mir ist noch keine über den Weg gekrochen, Kamera ist aber immer griffbereit😉

So viel zu Arbeit. Jetzt zur Freizeit:

Samstagabend waren wir erst aufm Rummel und ham uns dann noch ne Flugschau auf dem Okanagan Lake angeschaut, währenddessen wagten wir es heimlich in der Öffentlichkeit Bier zu trinken. Muss man sich mal vorstellen. Außerdem gabs noch Donuts, frisch aus der „Little Donut Factory“ am Strand. Is echt ne interessante Maschine😉

 

Außerdem gabs an der Promenade auch noch einige Amischlitten zu besichtigen:

Am Sonntag haben wir einen Ausflug ins knapp 20 km nördlich gelegene Summerland gemacht. Dort besuchten wir Tyler der dieses Jahr seinen ersten eigenen Wein auf die Flasche gebracht hat. Dazu gabs das bis jetzt beste Brot in Kanada. What a pairing!

 

So. Mit dieser Aussicht von einem Berg neben Penticton möchte ich eine gute neue Woche wünschen. Freue mich schon auf die ersten Bilder vom Festwochenende in Großheppach und sonstige Grüße aus der Heimat!